Skip to main content

 

[pma:] lud zum Branchen-Treff in die Hauptstadt

Entscheider der Finanz-Branche trafen sich auf dem Medienschiff PioneerOne und formulierten gemeinsame Forderungen an die Politik

Münster, 5. Oktober 2021. Selten treffen sich Geschäftsführer, Vorstände und Verantwortliche von Finanzdienstleistern in dieser Konstellation. Der Einladung der Münsteraner [pma:] Finanz- und Versicherungsmakler GmbH auf Gabor Steingarts PioneerOne folgten sie jedoch gerne. Rund 90 Entscheider diskutier-ten am 1. Oktober 2021 zu drei Themen: Finanz-Wissenvermittlung und Anspra-che junger Menschen, Qualitätsstandards in der Versicherungsberatung sowie Kapitalanlagen.

Thema 1: „Die Rente ist nicht sicher“:

Gesprächspartner von [pma:]-Chef Dr. Bernward Maasjost und Moderator Gabor Steingart waren Lorenzo Wienecke und Juri Galkin. Die beiden Geschäftsführer und Gründer der Initiative „Zukunftstag“ setzen sich für die verbesserte Informa-tion junger Menschen zum Thema Finanzen ein. Ausgangspunkt war der Tweet einer Schülerin, die auf Twitter schrieb: „Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtanalyse schreiben. In vier Sprachen.“ Getreu ihrem Motto „Machen statt Meckern“ orga-nisierten Wienecke und Galkin den ersten Zukunfstag für 120 Oberstufenschüle-rinnen und -schüler, auf dem sie Grundlagenwissen kompakt und praxisnah zu den Themen Steuern, Finanzen, Krankenversicherung und Wohnen vermittelten. Schnell wurde daraus ein Beruf, und im vergangenen Jahr konnten bundesweit schon 120 Vorträge gehalten werden. Die Nachfrage nach Zukunftstagen an Schu-len wächst stetig. Besonders das Thema Altersvorsorge liegt den Beiden sehr am Herzen: „Dass man über Geld nicht spricht, ist ein nicht mehr zeitgemäßer Satz. Das Gegenteil sollte der Fall sein“, so Lorenzo Wienecke. „Je früher das Thema private Altersvorsorge angegangen wird, desto besser. Von den jungen Menschen glaubt kaum einer, dass das Rentensystem noch stabil wirken wird, wenn sie einmal in den Ruhestand gehen.“ Ein Sparbuch sei dabei nicht die Lösung, bestä-tigte Gabor Steingart die Thesen der Gäste – auch wenn Olaf Scholz noch immer verkünde, sein Geld auf eben jenem angelegt zu haben. Die Forderung an die Politik lautet abschließend: Junge Menschen müssen in der Schule wissensmäßig aufgerüstet werden, um für das Leben nach der Schule besser vorbereitet zu sein. „Der Zukunftag ist sicherlich der richtige Weg: neutral, unabhängig und auf Au-genhöhe. Dr. Bernward Maasjost und der Maklerpool [pma:] werden künftig an der Seite von Wienecke und Galkin unterstützend mitwirken. So stelle er den Initiatoren seine DIN-Norm gestützte Bedarfsanalyse zur Verfügung, damit die Schülerinnen und Schüler diese nutzen können. „Wir wollen ihnen die Möglich-keit geben, als informierter Konsument im Bereich Wirtschaft die ersten Schritte ins Erwachsenenleben zu machen. Wer weiß, was er braucht, ist immer im Vor-teil“, erläutert Dr. Maasjost diesen Schritt.

Thema 2: „Total normal – DIN-Normen für Finanzen: 77230 und 77235“:

Seit September 2021 liegt mit der „Basis-Finanz- und Risikoanalyse für Selbstän-dige sowie kleinere und mittlere Unternehmen“ die zweite DIN-Norm im Finanz-vertrieb vor. Für Vermittler bietet DIN 77235 ein standardisiertes Verfahren für die Analyse von KMU, Vereinen sowie Freiberuflern und Gewerbetreibenden in Hinblick auf Finanzen und Risiken. Dr. Bernward Maasjost, der schon aktiv an der Erarbeitung der DIN-Norm 77230 für Privathaushalte mitgearbeitet hat, diskutier-te mit Christopher Leifeld, Geschäftsführer von Thinksurance, Holger Rhode, Wis-senschaftlicher Leiter des Bereiches Versicherung und Recht bei der Stiftung Warentest, Christoph Winterhalter (online) Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für Normen und Gabor Steingart, Journalist und Medienunternehmer, über die Bedeutung dieser Normeinführungen für die Finanzdienstleistungsbran-che. Nach 45 Minuten lebhafter Diskussion war man sich einigig, dass die Politik und die Branche die DIN-Initiativen ernster nehmen sollte, denn diese brächten die gewünsche Transparenz. Verzweifelte Regulierungsversuche seitens der Polik hätten vielfach Auswirkungen auf das Marktgeschehen, aber nicht in der ge-wünschten Weise. Politikerinnen und Politiker sollten diese Initiativen unter-stützen und helfen, die DIN-Normen vermehrt zu etablieren.

Thema 3: „Nur beim Kaufen kann man sparen“:

Lebensversicherungen und Kapi-talanlagen Die Diskutanten Dr. Bernward Maasjost, Gabor Steingart, Rainer M. Jacobus, Vor-standsvorsitzender der Ideal Versicherung a.G. und Dr. Dirk Rüttgers, Vorstands-vorsitzender der DO Investment AG, waren sich schnell einig, dass Vorsorge und Anlage immer einer langfristigen Strategie bedürfen. Und die Lebensversicherung sei nach wie vor ein guter, jedoch nicht alleiniger Baustein im Absicherungsport-folio. Schnell rückten dann auch alternative Anlageformen in den Fokus. Hier bewertete man die neuen ESG-Richtlinien als gute Option, den Umweltschutz voranzutreiben. Alle Beteiligten waren sich aber auch einig, dass der Nachfrage-druck der Anleger in einer Nidrigzinsphase noch immer von dem Ansatz „Profit geht vor Umweltschutz“ getrieben würde. Die Finanzexperten sprachen aber auch von einem Vakuum, dass die Politik mit der Richtlinie hinterlassen habe: die Bewertung von Finanzprodukten nach ökologischen Aspekten brauche drin-gend Richtlinien. Ist eine Anlage in Atomstrom ökologisch und entspricht den ESG-Richtlinien, wie dies in Frankreich diskutiert werde? Ist Rüstungsindustrie, wenn sie mit Bio-Öl arbeitet, ESG-gerecht? Dr. Bernward Maasjost und die Teil-nehmer dieses Panels waren sich einig in der Analyse, das die Politik dringend verbindliche Standards definieren müsse.